Swiss Steel Group mit Hauptsitz in Luzern (Schweiz) gehört zu den weltweit führenden Produzenten von Speziallangstahl. Als einer der größten Elektrostahlproduzenten Europas bietet das Unternehmen hochwertige Lösungen für anspruchsvolle Industrien weltweit. Im Zuge einer strategischen Portfoliofokussierung wurden 2024 organisatorische Anpassungen umgesetzt, die auch eine strukturierte Ausgliederung ausgewählter Datenbestände erforderlich machten. SNP unterstützte diesen Prozess mit einer sicheren und effizienten Datenmigration.
Mit rund 7.400 Mitarbeitenden in über 25 Ländern erzielte die Swiss Steel Group 2024 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Durch den ausschließlichen Einsatz von Stahlschrott in Elektrolichtbogenöfen gehört das Unternehmen zu den Marktführern im Bereich von nachhaltig produziertem Stahl.
Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung ihres Geschäftsportfolios hat die Swiss Steel Group 2024 ihre Organisationsstruktur angepasst und ausgewählte Vertriebsgesellschaften in Osteuropa veräußert. Ziel war es, die Fokussierung auf Kernmärkte und Kernkompetenzen weiter zu stärken, die operative Komplexität zu reduzieren und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe zu sichern.
Neben organisatorischen und rechtlichen Anforderungen erfordern solche strukturellen Anpassungen auch umfangreiche technische Vorbereitungen. In diesem Zusammenhang mussten mehrere Buchungskreise sauber abgegrenzt sowie relevante Datenbestände strukturiert für die neuen Eigentümer bereitgestellt werden.
„Die Ausgliederung der Buchungskreise erforderte eine sehr präzise Planung und saubere technische Umsetzung. Neben den operativen Daten mussten auch historisch gewachsene Archivbestände strukturiert überführt werden. Dafür haben wir zusätzliches Know-how aus unserem Partnernetzwerk von unserem Spezialisten für die Datenarchivierung anuwo hinzugezogen, um eine reibungslose und revisionssichere Migration sicherzustellen“, erklärt Darijan Jerkovic, Projektleiter bei SNP.
Mit 20-jährigem Know-how rund um Archivierungsthemen im SAP-Umfeld bietet die deutsche anuwo GmbH aus Speyer komplette Lösungen für das Dokumentenmanagement und das Information Lifecycle Management (ILM) produktiver und archivierter Daten. anuwo‘s Lösungen sorgen für eine zielgerichtete und regulatorisch aktuelle Verwaltung, Aufbewahrung und Löschung.
SNP führte den Carve-out und die Migration durch und gestaltete die Datenkonvertierung samt neuer Infrastruktur. Auch im Zeitalter der Digitalisierung bleibt die Archivierung eine zentrale Herausforderung: Daten müssen nicht nur sicher migriert, sondern genauso sicher wieder auffindbar sein. Dazu kommt, dass auch wirtschaftliche Aspekte eine große Rolle spielen. Ein Terabyte Daten kann bis zu 100.000 Euro jährlich an Kosten verursachen. anuwo aus dem Partnernetzwerk von SNP begegnete diesen Anforderungen mit seinen vielseitigen Tools und schlug damit die Brücke zwischen technischer Umsetzung und praktischer Anwendung. Da jede Datenmigration ein individueller Prozess ist, setzte anuwo auch bei der Swiss Steel Group auf eine maßgeschneiderte Lösung.
Das ursprüngliche Ziel, das Projekt innerhalb von drei Monaten abzuschließen, musste aufgrund der Komplexität der Daten angepasst werden. Dennoch wurde das Projekt termingerecht und erfolgreich abgeschlossen. Um allen Beteiligten Struktur und Transparenz zu bieten, wurden die Aufgaben in drei Hauptphasen unterteilt:
In den heutigen dynamischen Märkten müssen Unternehmen schnell auf Veränderungen reagieren. Häufig geht es dann auch um komplexe Transformationsszenarien wie Fusionen, Übernahmen oder Veräußerungen. Sichere und schnelle Datenmigrations- und Carve-out-Prozesse sind hierbei für den Erfolg essenziell. Im Rahmen einer strategischen Portfolioanpassung wurde SNP mit der Migration der Daten beauftragt.
Jörg Borghorst
Head of Business Intelligence, Swiss Steel Group