Legacy-ERP-Systeme enthalten jahrzehntelanges, wertvolles geschäftliches Wissen – doch bei einer erfolgreichen Modernisierung geht es nicht darum, einfach alles auf eine neue Plattform zu verschieben. Vielmehr geht es darum, die richtigen Daten zu transformieren, um Komplexität zu reduzieren, die Geschäftskontinuität zu sichern und ein stabiles Fundament für zukünftige Innovationen zu schaffen. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie Unternehmen einen strategischen Ansatz für die SAP S/4HANA-Transformation wählen, indem sie Daten als echtes Wirtschaftsgut betrachten und nicht nur als ein Objekt, das migriert werden muss.
Harold Zhang
MD von SNP China
In vielen Unternehmen sind ERP-Altsysteme das Ergebnis jahrzehntelangen Wachstums sowie von M&A, gesetzlichen Änderungen und operativer Weiterentwicklung. Nicht selten enthalten diese Systeme geschäftskritische Daten und unterstützen Prozesse, die für den täglichen Betrieb nach wie vor unverzichtbar sind.
Wenn sich Unternehmen auf SAP S/4HANA und umfassende Modernisierungsprojekte vorbereiten, besteht die Herausforderung schon lange nicht mehr nur darin, von einem System auf ein anderes zu wechseln. Die eigentliche Frage ist, wie die Modernisierung gelingt, ohne in der Zukunft unnötige Komplexität, Kosten und Risiken in Kauf zu nehmen.
Eine erfolgreiche Transformation geht weit über die rein technische Migration hinaus: Sie erfordert eine durchdachte Strategie für die Verwaltung, Transformation und Steuerung von Daten, damit Unternehmen ihre Geschäftsziele erreichen und gleichzeitig die Geschäftskontinuität gewährleisten können.
Altsysteme enthalten über Jahrzehnte angehäuftes Unternehmenswissen sowie Transaktionshistorien und operativen Kontext. Auch wenn diese Informationen nach wie vor wertvoll sind, müssen nicht alle historischen Daten in die neue Umgebung übertragen werden. Eine vollständige Migration aller Daten kann die Komplexität des Projekts erhöhen, Zeitpläne verlängern und zu größeren, kostspieligeren Systemlandschaften führen. Außerdem kann dies die einmalige Möglichkeit einschränken, Prozesse zu vereinfachen und neue Arbeitsweisen einzuführen.
Mit einem strategischen Ansatz können Sie ermitteln, welche Daten für den laufenden Betrieb, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, die Berichterstattung und geschäftliche Erkenntnisse erforderlich sind, und gleichzeitig sicherstellen, dass historische Informationen bei Bedarf weiterhin zugänglich bleiben. Das Ziel besteht somit nicht nur darin, die Daten zu übertragen. Viel wichtiger ist es, eine Datenlandschaft zu gestalten, die das zukünftige Betriebsmodell des Unternehmens unterstützt.
Unternehmen, die eine Umstellung auf SAP S/4HANA planen, prüfen in der Regel mehrere Ansätze für die Transformation.
Für viele Unternehmen vereint eine selektive Datenmigration die Beibehaltung bewährter Strukturen mit der Modernisierung veralteter Prozesse. Anstatt die historisch gewachsene Komplexität zu übertragen oder alles von Grund auf neu aufzubauen, können Unternehmen so ihre zukünftige Landschaft im Einklang mit ihren geschäftlichen Prioritäten neu gestalten.
Eine der wichtigsten Entscheidungen bei jedem Transformationsprojekt ist die Festlegung, welche Daten in das zukünftige System übertragen werden sollen. Speichern Unternehmen nur geschäftsrelevante Informationen in ihrem Digital Core, können sie die Komplexität reduzieren, die Systemeffizienz steigern und die laufende Verwaltung vereinfachen. Historische Daten, die nicht mehr aktiv genutzt werden, können archiviert werden, und dennoch für Audits, Compliance-Anforderungen und geschäftliche Referenzen weiterhin verfügbar bleiben.
Lösungen wie Kyano Datafridge und Kyano Outboard ERP Archiving unterstützen Unternehmen dabei, historische Daten getrennt vom operativen Workload zu verwalten und gleichzeitig bei Bedarf den Zugriff darauf zu gewährleisten. Dies ebnet den Weg für eine schlankere Umgebung, ohne dass wertvolle Geschäftsdaten verloren gehen.
Die Ausfallzeit gehört ebenso nach wie vor zu den größten Herausforderungen in Transformationsprojekten. Für viele Unternehmen kommen längere Betriebsunterbrechungen schlichtweg nicht in Frage.
Der Near-Zero-Downtime-Ansatz von SNP hat zum Ziel, Unterbrechungen zu minimieren, indem ein Großteil der Migration außerhalb des finalen Cutover durchgeführt wird. Anhand sukzessiver Datenübertragungen und Delta-Migrationen werden Änderungen kontinuierlich nachverfolgt, während das Quellsystem weiterhin funktionsfähig bleibt. So kann der finale Cutover deutlich verkürzt werden, sodass Unternehmen die Geschäftskontinuität gewährleisten und gleichzeitig Risiken senken können.
Ebenso wichtig ist es, dass Unternehmen auf die Korrektheit der migrierten Daten vertrauen können. Maßnahmen für die Validierung, Tests und Governance sind entscheidend, um sicherzustellen, dass Benutzer der neuen Umgebung ab dem ersten Tag vertrauen.
Viele Transformationsprojekte werden nicht nur durch Technologieinitiativen vorangetrieben, sondern auch durch größere Ereignisse wie Fusionen und Übernahmen, Veräußerungen oder organisatorische Umstrukturierungen. Diese Szenarien erfordern häufig die Trennung, Integration oder Umstrukturierung vieler Geschäftsdaten unter Gewährleistung der Compliance und Geschäftskontinuität.
Softwarebasierte Ansätze können Unternehmen dabei helfen, Carve-outs, Integrationen und Umstrukturierungen präziser und kontrollierter durchzuführen. Wenn Unternehmen ihre Daten als strategischen Mehrwert und nicht als technisches Nebenprodukt betrachten, können sie geschäftliche Veränderungen vorantreiben und gleichzeitig Projektrisiken verringern.
Neue Technologien, Advanced Analytics und KI-Initiativen erfordern hochwertige, gut verwaltete Daten.
Transformationsprojekte bieten die Möglichkeit, die Datenqualität zu verbessern, die Systemlandschaft zu vereinfachen und strengere Governance-Maßnahmen einzuführen. So können Unternehmen ihre Entscheidungsfindung verbessern, die Berichterstattung vereinfachen, Automatisierungsinitiativen fördern und zukünftige Innovationen ermöglichen.
Das gleiche Prinzip gilt auch außerhalb von SAP-Umgebungen. Viele Unternehmen verfügen über fragmentierte IT-Landschaften, die sowohl aus SAP-Systemen als auch Non-SAP-Systemen bestehen. Eine Modernisierung erfordert oft die Konsolidierung von Daten und Prozessen über verschiedene Umgebungen hinweg, um eine einheitliche und besser verwaltbare Grundlage für zukünftiges Wachstum zu schaffen.
Um eine Transformation erfolgreich zu bewältigen, erfordert es Einblicke in die bestehende Landschaft, Tools zur Umsetzung von Veränderungen sowie die Fähigkeit, Daten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu verwalten.
Die Plattform Kyano vereint diese Anforderungen:
Dank dieser Funktionen können Unternehmen die Transformation als wiederholbaren Mehrwert und nicht als einmaliges technisches Projekt betrachten.
In der heutigen Zeit müssen Unternehmen nicht nur von einem System auf ein anderes wechseln. Sie müssen ein umfangreiches Modernisierungsprojekt umsetzen und gleichzeitig die Komplexität reduzieren, die Kontinuität gewährleisten und die wichtigsten Daten bewahren.
Erfolgreich sind daher die Unternehmen, die einen strategischen Ansatz für den Umgang mit Daten verfolgen – mit dem Wissen, welche Daten transformiert oder beibehalten werden sollen und wie zukünftige Systeme die langfristigen Geschäftsziele unterstützen können.
So geht die Transformation über ein reines Migrationsprojekt hinaus und bietet die einmalige Gelegenheit, Altdaten als Basis für Wachstum, Agilität und zukünftige Innovationen einzusetzen.
Harold Zhang
MD von SNP China